Des interessiert mi ois ned… Meister samma!

Was für ein Spiel?! Was für ein Jahr?! Was für eine Saison?! Was für eine Mannschaft?! Was für eine Krönung?!

Nach dem Schlusspfiff des Finales um die Meisterschaft sah man nicht die erwarteten Reaktionen. Die Spieler waren einfach zu müde nach einem Spiel, das ihnen alles abverlangte! Die meisten fielen einfach nur in sich zusammen.

„Man kann das alles noch gar nicht richtig fassen!“, sagte Dennis Schaguhn direkt nach dem Abpfiff. „Wir müssen uns über vieles erstmal klar werden!“

Sah auch der Trainer Benjamin Lexa so: „Wir haben vor der Saison eine komplett neue Mannschaft zusammengestellt. Natürlich war das Ziel von Beginn an der Aufstieg, aber planen kann man das nur schwer. Wir haben Großes geleistet und heute empfinde ich einfach nur unfassbaren Stolz! Danke an die Jungs, danke an alle im Verein, allen voran natürlich dem Vorstand, der einem 26- jährigen mit erst einer Trainerstation das Vertrauen geschenkt hat.“

Das Spiel selbst hielt, was es versprach! Es trafen zwei hochtalentierte Mannschaften aufeinander, die diesen großen Erfolg beide absolut verdient gehabt hätten. Und doch waren die Gäste aus Birkenhof zumindest in Durchgang eins taktisch besser eingestellt. Türk Dachau hatte zwar deutlich mehr Ballbesitz, tat sich aber gegen kompakt verteidigende Gäste schwer.

Der Plan hingegen über Konter zum Erfolg zu kommen ging auf. So waren es Danny Hahne und einmal mehr ein unermüdlich kämpfender Matthias Urban, die eine 2:0- Führung herausschossen.

Spätestens jedoch als Felice Palumbo quasi mit dem Pausenpfiff zum Anschlusstreffer einköpfte war allen klar, dass diese Messe noch nicht gelesen war.

In Halbzeit zwei griffen die Gastgeber wütender an. Auf das zwischenzeitliche 2:2- Unentschieden in Gerberau wollte sich niemand wirklich verlassen. Zurecht wie sich herausstellen sollte.

Ein ums andere Mal rettete Tobias Masuch die Seinen vor dem Ausgleich. Beim Elfmeter – erneut durch Felice Palumbo – jedoch war er machtlos. Dem war ein klares Handspiel von Alessandro Cuvato vorausgegangen.

In der Folge war Türk Dachau dem Siegtreffer näher als Rot- Weiß Birkenhof. Aber die haben ja noch einen, der nicht umsonst nach dem Spiel mit der Torjägerkanone ausgezeichnet wurde. Danny Hahne markierte nach einem feinen Sololauf den 3:2- Endstand.

In der restlichen Spielzeit war das Herunterticken der Uhr fast schon hörbar. Die Entscheidung war dann die gelb-rote Karte für den besten Dachauer Yasin Kökner nach einem absichtlichen Handspiel. Was in diesem Zusammenhang nicht unerwähnt bleiben sollte ist die tadellose Schiedsrichterleistung von Claus Rother.

Der Schlusssatz wurde dann nochmal Birkenhofs Trainer zu teil: „Wir haben gegen die direkten Konkurrenten als einzige Spitzenmannschaft keine Niederlage kassiert. Ich denke man kann dann schon sagen, dass wir verdient aufgestiegen sind. Glückwünsch auch nach Gerberau und ein großes Kompliment an Türk Dachau! Das gönnt man niemanden, das ist unfassbar bitter. Gerade weil sie einfach auch richtig gut waren und sie für dieses Finale eine großartige Kulisse geliefert haben, dabei aber immer fair geblieben sind. Ich hoffe sie packen das nächstes Jahr!“