Zittersieg in der Lerchenau

 

Einmal mehr war Danny Hahne der Mann, der den Unterschied machte. Bereits in Durchgang eins stellte der Stürmer im Spiel gegen den SC Lerchenauer See mit seinen beiden Treffern die Weichen auf Sieg. Das erste Tor gelang Hahne nach traumhafter Vorarbeit von Überraschungs- Innenverteidiger Thomas Rabl, der seinen neuen Job im Übrigen auch ohne größere Beanstandungen erledigte. Treffer Nummer zwei war eine Balleroberung von Andreas Erhard vorausgegangen.

 

Die komplette erste Halbzeit agierten die in blau spielenden Rot- Weißen aus Eschenried sicher und konzentriert. Benjamin Lexa sagte dazu: „Wir sind Aufsteiger! Komplett kann man da in so einem Spiel die Torchancen des Gegners nicht ausschließen, aber mit der ersten Halbzeit bin ich sehr sehr zufrieden. Die zweite Halbzeit dagegen haben wir es nicht gut gemacht!“

 

Zu dieser Einschätzung beigetragen haben dürfte das frühe Gegentor nach dem Seitenwechsel. „Da haben wir null Zugriff auf den Gegner gehabt!“, schilderte Lexa die Situation.

 

In der Folge rannten die Gastgeber an und hatten auch klare Torgelegenheiten, von denen aber keine weitere den Weg in das von Tobias Masuch gehütete Tor fand. Gute Kontergelegenheiten ließen Matthias Urban, Danny Hahne oder auch Dennis Schaguhn beinahe fahrlässig liegen.

 

So blieb es bis zum Schluss spannend. Auch weil mit Danny Hahne ein wichtiger Konterspieler 10 Minuten vor dem Ende mit gelb-rot vorzeitig zum Duschen musste. Ebenfalls einen unrühmlichen Abgang hatte Benjamin Lexa, der sich einmal zu oft über den über weite Strecken ordentlich leitenden Schiedsrichter beschwerte.

 

Als Fazit wird in Birkenhof trotzdem hängen bleiben, dass man auch in der A- Klasse zumindest mithalten kann. Der Sieg war glücklich, aber vor allem aufgrund der ersten Halbzeit nicht völlig unverdient.

 

Des interessiert mi ois ned… Meister samma!

Was für ein Spiel?! Was für ein Jahr?! Was für eine Saison?! Was für eine Mannschaft?! Was für eine Krönung?!

Nach dem Schlusspfiff des Finales um die Meisterschaft sah man nicht die erwarteten Reaktionen. Die Spieler waren einfach zu müde nach einem Spiel, das ihnen alles abverlangte! Die meisten fielen einfach nur in sich zusammen.

„Man kann das alles noch gar nicht richtig fassen!“, sagte Dennis Schaguhn direkt nach dem Abpfiff. „Wir müssen uns über vieles erstmal klar werden!“

Sah auch der Trainer Benjamin Lexa so: „Wir haben vor der Saison eine komplett neue Mannschaft zusammengestellt. Natürlich war das Ziel von Beginn an der Aufstieg, aber planen kann man das nur schwer. Wir haben Großes geleistet und heute empfinde ich einfach nur unfassbaren Stolz! Danke an die Jungs, danke an alle im Verein, allen voran natürlich dem Vorstand, der einem 26- jährigen mit erst einer Trainerstation das Vertrauen geschenkt hat.“

Das Spiel selbst hielt, was es versprach! Es trafen zwei hochtalentierte Mannschaften aufeinander, die diesen großen Erfolg beide absolut verdient gehabt hätten. Und doch waren die Gäste aus Birkenhof zumindest in Durchgang eins taktisch besser eingestellt. Türk Dachau hatte zwar deutlich mehr Ballbesitz, tat sich aber gegen kompakt verteidigende Gäste schwer.

Der Plan hingegen über Konter zum Erfolg zu kommen ging auf. So waren es Danny Hahne und einmal mehr ein unermüdlich kämpfender Matthias Urban, die eine 2:0- Führung herausschossen.

Spätestens jedoch als Felice Palumbo quasi mit dem Pausenpfiff zum Anschlusstreffer einköpfte war allen klar, dass diese Messe noch nicht gelesen war.

In Halbzeit zwei griffen die Gastgeber wütender an. Auf das zwischenzeitliche 2:2- Unentschieden in Gerberau wollte sich niemand wirklich verlassen. Zurecht wie sich herausstellen sollte.

Ein ums andere Mal rettete Tobias Masuch die Seinen vor dem Ausgleich. Beim Elfmeter – erneut durch Felice Palumbo – jedoch war er machtlos. Dem war ein klares Handspiel von Alessandro Cuvato vorausgegangen.

In der Folge war Türk Dachau dem Siegtreffer näher als Rot- Weiß Birkenhof. Aber die haben ja noch einen, der nicht umsonst nach dem Spiel mit der Torjägerkanone ausgezeichnet wurde. Danny Hahne markierte nach einem feinen Sololauf den 3:2- Endstand.

In der restlichen Spielzeit war das Herunterticken der Uhr fast schon hörbar. Die Entscheidung war dann die gelb-rote Karte für den besten Dachauer Yasin Kökner nach einem absichtlichen Handspiel. Was in diesem Zusammenhang nicht unerwähnt bleiben sollte ist die tadellose Schiedsrichterleistung von Claus Rother.

Der Schlusssatz wurde dann nochmal Birkenhofs Trainer zu teil: „Wir haben gegen die direkten Konkurrenten als einzige Spitzenmannschaft keine Niederlage kassiert. Ich denke man kann dann schon sagen, dass wir verdient aufgestiegen sind. Glückwünsch auch nach Gerberau und ein großes Kompliment an Türk Dachau! Das gönnt man niemanden, das ist unfassbar bitter. Gerade weil sie einfach auch richtig gut waren und sie für dieses Finale eine großartige Kulisse geliefert haben, dabei aber immer fair geblieben sind. Ich hoffe sie packen das nächstes Jahr!“

Finale oho…

Das wird ein Fußballfest am kommenden Sonntag. Der Spielplan will es, dass es in Dachau zum Endspiel um die Meisterschaft zwischen dem SV Türk Dachau und Rot Weiß Birkenhof kommt. Die Konstellation ist dabei mehr als kurios, denn mit einem Sieg können sowohl die beiden Teams, wie auch zeitgleich der TSV Geberau zu Hause gegen Vierkirchen den Aufstieg aus eigener Kraft perfekt machen. Ein Unentschieden genügt lediglich den Rot Weißen aus Birkenhof sicher zum Aufstieg in die A- Klasse.

Benjamin Lexa zeigt sich vorfreudig: „Also vor dem vorletzten Spieltag waren meine Gedanken „Bloß kein Finale!“! Jetzt freue ich mich richtig darauf. Das wird ein Highlight. Für diese Spiele machen wir das Ganze doch überhaupt. Die zwei besten Mannschaften der abgelaufenen Saison werden am Ende oben stehen.“

Doch vor den Erfolg hat der liebe Gott bekanntlich die Arbeit gesetzt und die erledigte der Tabellenführer (die Punkte aus dem abgesagten Petershausen- Spiel eingerechnet) aus Birkenhof am vergangenen Sonntag in Schwabhausen bravourös.Nur in den ersten 10 bis 15 Minuten konnten die abstiegsbedrohten Schwabhausener mithalten. Dann übernahmen die Gäste mehr und mehr das Kommando. Durch eine feine Einzelleistung erzielte Dennis Schaguhn den Führungstreffer.

Als dann kurz nach der Pause Matthias Urban nachlegte war der Deckel auf den drei Punkten, die Danny Hahne nach feinem Zuspiel von Dennis Schaguhn noch veredelte.

Tobias Masuch zeigt sich selbstbewusst: „Wir müssen in Dachau durch die Hölle gehen, das wissen wir. Und sicherlich sind die Türken vor der Kulisse auch der Favorit, aber wir sind seit 17 Spielen ungeschlagen und werden die Punkte sicherlich nicht kampflos dort liegen lassen. Wir wollen das Ding und werden dafür alles geben, was am Ende dabei rauskommt wird man sehen!“

Hebertshausen – Sieg beschert Endspiele

Souverän und verdient gewannen die Roten am vergangenen Sonntag ihr Heimspiel gegen die SpVgg Hebertshausen und erkämpften sich somit zwei Endspiele im Kampf um den Titel. In den Spielen gegen den TSV Schwabhausen II und Türk Dachau wird es dabei vermutlich mindestens vier Punkte benötigen, um den Aufstieg dingfest zu machen.

Doch alles von Beginn an: Hebertshausen kam gut ins Spiel und beschenkte sich selbst mit einem 25- Meter- Sonntagsschuss  zur Führung. Kevin Kempkens verwandelte den Ball unhaltbar für Tobias Masuch im linken Kreuzeck.

In der Folge kamen die Gastgeber allerdings besser ins Spiel. Bis zur Pause dominierte die Lexa- Elf das Geschehen und so war es Stefan Heddrich, der nach toller Hahne- Vorarbeit das 1:1 markierte.

Im zweiten Durchgang ein ähnliches Bild. Birkenhof mit klaren Feldvorteilen und dem unbedingten Willen zum Sieg. Dieser Wille machte sich in Form von Matthias Urban’s Führungstreffer bezahlt. Das 2:1 stellte so etwas wie die Vorentscheidung in einem umkämpften Spiel dar.

Als dann auch noch Stefan Heddrich im Strafraum gelegt wurde und Daniel Gioviale den fälligen Elfmeter verwandelte, kannte die Glückseligkeit keine Grenzen mehr.

Benjamin Lexa: „Heute dürfen wir uns feiern! Das haben wir uns durch unsere kämpferische Leistung einfach verdient. Wir wissen aber, dass es weiterhin verdammt hart ist. Wir haben das mit Abstand schwierigste Restprogramm. Auch wenn wir punktemäßig am besten dastehen, sehe ich Türk Dachau durch die Konstellation noch immer in der Favoritenrolle.“

Der Aufstiegskampf bleibt also weiter spannend und die Frage wird am Ende sein: Wer will es mehr?

Birkenhof mit Big Point

Wenn die Konkurrenz patzt, musst du da sein!“, war sich Benjamin Lexa nach dem Spiel gegen Indersdorf der Wichtigkeit der drei Punkte völlig bewusst. „Aber uns muss auch klar sein, dass wir noch überhaupt nichts geschafft haben. Wir haben noch vier brutal schwere Spiele vor der Brust.“

Während Birkenhof zu Hause mit 4:0 gewann, war es dem TSV Gerberau nicht möglich den Punkt aus dem Spitzenspiel zu vergolden, gegen die SpVgg Hebertshausen setzte es eine bittere 4:2- Heimschlappe.

Für die Rot Weißen begann das Spiel nach Maß. Nach feiner Hahne- Vorarbeit traf Stefan Heddrich früh zum 1:0. Mehr oder weniger ohne große Mühe brachte man diese Führung in die Pause. Nur einmal musste Tobias Masuch rettend eingreifen.

Nach dem Wechsel dominierten die Gastgeber das Spiel dann über weite Strecken souverän. Folgerichtig trafen Matthias Urban und Stefan Heddrich, jeweils erneut nach Vorarbeit von Danny Hahne, zum 3:0.

In der Schlussminute durfte dann auch der eigentliche Torjäger vom Dienst wieder jubeln. Nach tollem Urban- Solo setzte Danny Hahne nach schier endlosen 403 Minuten ohne Treffer den Schlusspunkt zum 4:0- Endstand.

Am Donnerstag wartet nun der SV Petershausen II im Nachholspiel auf Birkenhof. Mit einem Sieg könnte man sich zumindest wieder vorsichtig am Aufstieg orientieren.